{"id":590,"date":"2021-05-26T20:35:48","date_gmt":"2021-05-26T18:35:48","guid":{"rendered":"http:\/\/missionsbruecke.de\/?page_id=590"},"modified":"2021-05-26T20:38:12","modified_gmt":"2021-05-26T18:38:12","slug":"priesterjubilaeum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/missionsbruecke.de\/?page_id=590","title":{"rendered":"Priesterjubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Goldenes Priesterjubil\u00e4um von P. Ferdinand Bodensteiner<\/strong><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-591 aligncenter\" src=\"http:\/\/missionsbruecke.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/priesterjubilaeum-300x198.png\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/missionsbruecke.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/priesterjubilaeum-300x198.png 300w, https:\/\/missionsbruecke.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/priesterjubilaeum.png 406w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein Missionar feiert 50-j\u00e4hriges Priesterjubil\u00e4um. Besonders am 29. Mai 2021 geht ein ganz herzlicher Gru\u00df und Gl\u00fcckwunsch von Moosbach aus in die Demokratische Republik Kongo, wo P. Ferdinand Bodensteiner sein Goldenes Priesterjubil\u00e4um feiern kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1943 wurde der Wirtsbub Andreas Bodensteiner geboren und ist in Tr\u00f6bes aufgewachsen. Raisl, wie er von seinen Landsleuten bis heute genannt wird, besuchte das Augustiner Gymnasium in Weiden und lernte dort den Augustinerorden kennen. Im fr\u00e4nkischen M\u00fcnnerstadt machte er das Abitur und trat daraufhin in das Noviziat der Augustiner in F\u00e4hrbr\u00fcck ein. Raisl bekommt den Ordensnamen Ferdinand. Nach dem Noviziat absolvierte er das Theologiestudium in W\u00fcrzburg. Am 29. Mai 1971 empfing P. Ferdinand Bodensteiner die Priesterweihe.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zwei Wochen sp\u00e4ter, am 13. Juni 1971 halfen alle Tr\u00f6beser zusammen, um das Dorf zu schm\u00fccken und um mit ihrem \u201eWirts-Raisl\u201c in seinem Heimatdorf Tr\u00f6bes eine unvergessliche Primiz zu feiern. Kurz nach seiner Priesterweihe bekam P. Ferdinand einen Anruf von seinem Provinzial. Ein Pater war im Kongo ausgefallen und ein Nachfolger wurde gesucht. Nach einigem \u00dcberlegen und nach R\u00fccksprache mit seiner Mutter war die Entscheidung, nach Afrika zu gehen, gefallen. Nun hie\u00df es, franz\u00f6sisch zu lernen. Daf\u00fcr ging er f\u00fcr zweieinhalb Monate ins schweizerische Freiburg.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Am 21. Dezember 1971 reiste er schlie\u00dflich in die Demokratische Republik Kongo ein und kam Ende des Jahres 1971 im Nordosten des Landes, in Amadi an. Dort wirkte er als \u201eBuschpater\u201c und betreute bis zu 90 Buschkapellen. Hier lernte er die kongolesische Lebensweise kennen und die Sprache der Einheimischen, dazu die Schwierigkeiten und Probleme, mit denen man dort zu k\u00e4mpfen hatte. Besonders erinnert er sich noch heute an die vielen Leprakranken. Durch akribische Arbeit, das Lehren von Disziplin und Hygienema\u00dfnahmen und die Versorgung mit Medikamenten konnte er zusammen mit seinem Team nach einigen Jahren die Lepra ausrotten. Viele Tr\u00f6beser erinnern sich noch heute an die Bilder, die P. Ferdinand bei seinen ersten Heimaturlauben zeigte. Es waren schockierende Bilder von verst\u00fcmmelten Menschen, von schlimmen Zust\u00e4nden, von bitterer Armut.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Konfrontiert mit den ganzen Schwierigkeiten entwickelte sich bei dem \u201ePater mit den vielen Talenten\u201c die Idee zur Gr\u00fcndung eines Zentrums f\u00fcr die einfachen Leute, in dem man die Leute zusammenf\u00fchrt und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum auf sie einwirken kann: So gr\u00fcndete er im Jahre 1980 mitten im Urwald, in Ndendule, etwa 15 km entfernt von Amadi das \u201eAusbildungszentrum f\u00fcr die allgemeine Entwicklung\u201c (C.F.D.C. \u2013 Centre de formation pour le d\u00e8veloppement communautaire). Hier werden mehrere Familien aus einem Dorf f\u00fcr etwa drei Monate eingeladen, um in Ackerbau, Viehzucht, Hausbau, Konstruktion, Mechanik, Haushalt, Hygiene und Spiritualit\u00e4t ausgebildet zu werden. Mit ihrem Wissen gehen sie in ihr Dorf zur\u00fcck und k\u00f6nnen dort das Erlernte anwenden und weitergeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Daneben liegen dem Pater besonders die Kranken und die Kinder am Herzen. So entstanden in mehreren D\u00f6rfern Kinderg\u00e4rten und Schulen und in Ndendule eine Krankenstation f\u00fcr die Kranken. Leider ist die \u00e4rztliche Versorgung und vor allem die Versorgung mit Medikamenten auch heute noch ein gro\u00dfes Problem.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei seinem Anruf am vergangenen Pfingstmontag per Satellitentelefon berichtete er wieder davon, dass die Krankenstation zur Zeit \u00fcbervoll ist mit Malaria-Patienten, die sich aber die notwendigen Medikamente nicht leisten k\u00f6nnen. Eine Malaria-Behandlung kostet 30 Dollar, unerschwinglich f\u00fcr jemanden, der kaum ein Einkommen hat. Gott-sei-Dank sind sie bis zum jetzigen Zeitpunkt von Corona verschont geblieben. Undenklich, zu welcher Katastrophe es sonst gekommen w\u00e4re. Leider musste P. Ferdinand auch davon berichten, dass die gef\u00fcrchtete Rebellengruppe LRA (\u201eLord\u2019s Resistance Army\u201c) in der Gegend wieder ihr Unwesen treibt. Sie \u00fcberfallen D\u00f6rfer, stehlen Lebensmittel, entf\u00fchren Kinder, um sie zu Soldaten zu machen, vergewaltigen und verschleppen Frauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch auch erfreuliches hatte P. Ferdinand zu berichten, ist doch die Zementlieferung, die er im vergangenen Jahr bestellt hatte, nun endlich in Ndendule eingetroffen. Mit dem Zement kann am dringend notwendigen Internat f\u00fcr das \u201eAusbildungszentrum f\u00fcr die allgemeine Entwicklung\u201c weitergebaut werden. Au\u00dferdem erz\u00e4hlte er davon, dass in der N\u00e4he der Krankenstation eine Quelle entdeckt wurde mit klarem, sauberen Trinkwasser, so dass die Menschen bis aus Amadi zur Quelle \u201epilgern\u201c, um sauberes Wasser abzuf\u00fcllen. Hier soll mit dem gelieferten Zement ein Brunnen gebaut werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eWann kommt ihr denn wieder?\u201c \u2013 fragt P. Ferdinand hoffnungsvoll. Zu gerne w\u00fcrde er seinen Besuchern all das vor Ort zeigen, wovon er am Telefon nur kurz berichten kann. Alle zwei bis drei Jahre kommt P. Ferdinand w\u00e4hrend seines Heimaturlaubes nach Tr\u00f6bes und in seine Heimatpfarrei Moosbach und berichtet von seinem Leben im Kongo, von all den Herausforderungen und vor allem von all dem Leid, dass ihm dort auf Schritt und Tritt begegnet. Von Anfang an konnte P. Ferdinand auf seine Pfarrei Moosbach und vor allem auf sein Heimatdorf Tr\u00f6bes z\u00e4hlen. Die Spendenfreudigkeit seiner Landsleute hat bis heute nicht nachgelassen und \u00fcberw\u00e4ltigen ihn immer wieder aufs Neue. \u201eMerci mingi\u201c und \u201eVergelt`s Gott\u201c wiederholt er immer wieder, wenn ihm von eingegangenen Spenden berichtet wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dank dieser enormen Hilfe aus der Heimat konnte er schon so vieles erreichen. So segensreich das Wirken von P. Ferdinand im Kongo ist, so tief ist auch seine Verbundenheit zur Oberpf\u00e4lzer Heimat. So ruft Pfarrer Udo Kl\u00f6sel in seinem Pfarrbrief die Pfarrangeh\u00f6rigen auf, anl\u00e4sslich seines Goldenen Priesterjubil\u00e4ums an P. Ferdinand zu denken und f\u00fcr ihn zu beten. Eine sch\u00f6ne Geste der Verbundenheit w\u00e4re es, so Pfarrer Kl\u00f6sel, P. Ferdinand`s Projekte durch eine <a href=\"http:\/\/missionsbruecke.de\/?page_id=16\">Spende<\/a> \u00fcber die \u201eMissionsbr\u00fccke Moosbach-Ndendule\u201c anl\u00e4sslich seines Priesterjubil\u00e4ums zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Namen von P. Ferdinand<br \/>\nein herzliches<br \/>\n<strong>\u201eVergelt`s Gott!\u201c <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Goldenes Priesterjubil\u00e4um von P. Ferdinand Bodensteiner Ein Missionar feiert 50-j\u00e4hriges Priesterjubil\u00e4um. Besonders am 29. Mai 2021 geht ein ganz herzlicher Gru\u00df und Gl\u00fcckwunsch von Moosbach aus in die Demokratische Republik Kongo, wo P. 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